32. Geschichte der Woche PDF Drucken E-Mail
kart70 km/h – ganz ohne Führerschein! Für diese Woche hatten wir uns eine ganz besondere Aktivität überlegt. Wir wollten gemeinsam Ismails Geburtstag (10 Jahre) nachfeiern und dies auf der größten Indoor-Kartbahn Berlins. Ismail ist nämlich ein ausgesprochener Autofan und genießt es jedes Mal, wenn ich ihn mit dem Auto abhole. Ich erinnere mich noch an unser erstes Treffen, als es darum ging, Wünsche und Ideen für unsere Nightingale-Ausflüge zu sammeln. Damals gab er schon an, dass er gern irgendwann eine Autotour machen würde. Dass er einige Monate später nicht nur schon mehrmals mit mir mitgefahren sein würde, sondern nun auch noch selber hinter das Steuer sollte, überstieg seine Vorstellungskraft. Wie könnte man besser seinen Geburtstag nachfeiern? Das perfekte Geschenk also! Ismail, einer seiner größeren Bruder (13 Jahre), meine Nichte (10 Jahre) und ich machten uns also auf den Weg nach Neukölln zum Kartfahren. Oft hatten wir schon Familienmitglieder bei unseren Aktivitäten mitgenommen, da uns beiden die Familie sehr wichtig ist. Auf diese Weise konnten wir feststellen, dass sich seine arabische und meine italienische Großfamilie gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. J
Aber wieder zurück zur Kartbahn. Alle waren sehr aufgeregt und voller Vorfreude. Keiner der drei war vorher schon einmal gefahren. Sie konnten es deshalb kaum abwarten. Während wir uns der Bahn näherten, konnten wir schon die quietschenden Reifen und die knatternden Motoren hören. In der Halle angekommen, kauften wir die Tickets und Schutzmasken, die man unter den Helm ziehen sollte. In der ergiebigen Sicherheitseinführung erfuhren wir unter anderem, dass die Karts theoretisch bis zu 70 km/h fahren können. Mit einer solchen Motorgewalt hatten wir nicht gerechnet. Kurz danach ging es endlich los. Meine drei Anfänger gaben ihr Bestes und machten eine gute Figur. Sie hatten natürlich riesigen Spaß! Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Am liebsten wären sie den ganzen Tag weitergefahren. Ismail fühlte sich wie ein kleiner Rennfahrer. Mit seinem Bruder diskutierte er im Anschluss, wer wen öfter überholt hätte. Ich war am Ende vor allem erleichtert, dass alle wieder gesund und munter aus dem Kart stiegen und größere Karambolagen vermieden wurden. Ismail war von seinem Geburtstagsgeschenk begeistert und ich freute mich mit ihm! Mit leuchtenden Augen wurde ich dann auf dem Rückweg ausgefragt: „Wie anders ist denn das richtige Autofahren? Es scheint doch eigentlich ganz einfach, oder? Was bedeutet denn Schaltung? Das gibt es ja bei den Karts gar nicht. Warum holen sich dann nicht alle Automatik-Wagen?“ Fragen über Fragen…
Von dem intensiven Fahrerlebnis und den Fragen geschwächt gingen wir uns dann am Kottbusser Tor mit Köfte und Gözleme stärken. Im Anschluss liefen wir noch über den Wochenmarkt am Maibachufer. Zufrieden und erschöpft brachte ich dann alle wieder nach Hause. Wir waren uns einig: Es war ein toller Nachmittag und Ismail und ich freuen uns schon auf die nächste Woche! Ginge es nach Ismail, würden wir uns direkt auf dem Verkehrsübungsplatz treffen. Das heben wir uns dann aber liebe für seinen 16. Geburtstag auf…
 

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