Rückblick_2010_11
Rückblick Übersicht PDF Drucken E-Mail
Machen Sie sich einen Eindruck von Durchgängen der vergangenen Jahren.
 
32. Geschichte der Woche PDF Drucken E-Mail
kart70 km/h – ganz ohne Führerschein! Für diese Woche hatten wir uns eine ganz besondere Aktivität überlegt. Wir wollten gemeinsam Ismails Geburtstag (10 Jahre) nachfeiern und dies auf der größten Indoor-Kartbahn Berlins. Ismail ist nämlich ein ausgesprochener Autofan und genießt es jedes Mal, wenn ich ihn mit dem Auto abhole. Ich erinnere mich noch an unser erstes Treffen, als es darum ging, Wünsche und Ideen für unsere Nightingale-Ausflüge zu sammeln. Damals gab er schon an, dass er gern irgendwann eine Autotour machen würde. Dass er einige Monate später nicht nur schon mehrmals mit mir mitgefahren sein würde, sondern nun auch noch selber hinter das Steuer sollte, überstieg seine Vorstellungskraft. Wie könnte man besser seinen Geburtstag nachfeiern? Das perfekte Geschenk also! Ismail, einer seiner größeren Bruder (13 Jahre), meine Nichte (10 Jahre) und ich machten uns also auf den Weg nach Neukölln zum Kartfahren. Oft hatten wir schon Familienmitglieder bei unseren Aktivitäten mitgenommen, da uns beiden die Familie sehr wichtig ist. Auf diese Weise konnten wir feststellen, dass sich seine arabische und meine italienische Großfamilie gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. J
Aber wieder zurück zur Kartbahn. Alle waren sehr aufgeregt und voller Vorfreude. Keiner der drei war vorher schon einmal gefahren. Sie konnten es deshalb kaum abwarten. Während wir uns der Bahn näherten, konnten wir schon die quietschenden Reifen und die knatternden Motoren hören. In der Halle angekommen, kauften wir die Tickets und Schutzmasken, die man unter den Helm ziehen sollte. In der ergiebigen Sicherheitseinführung erfuhren wir unter anderem, dass die Karts theoretisch bis zu 70 km/h fahren können. Mit einer solchen Motorgewalt hatten wir nicht gerechnet. Kurz danach ging es endlich los. Meine drei Anfänger gaben ihr Bestes und machten eine gute Figur. Sie hatten natürlich riesigen Spaß! Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Am liebsten wären sie den ganzen Tag weitergefahren. Ismail fühlte sich wie ein kleiner Rennfahrer. Mit seinem Bruder diskutierte er im Anschluss, wer wen öfter überholt hätte. Ich war am Ende vor allem erleichtert, dass alle wieder gesund und munter aus dem Kart stiegen und größere Karambolagen vermieden wurden. Ismail war von seinem Geburtstagsgeschenk begeistert und ich freute mich mit ihm! Mit leuchtenden Augen wurde ich dann auf dem Rückweg ausgefragt: „Wie anders ist denn das richtige Autofahren? Es scheint doch eigentlich ganz einfach, oder? Was bedeutet denn Schaltung? Das gibt es ja bei den Karts gar nicht. Warum holen sich dann nicht alle Automatik-Wagen?“ Fragen über Fragen…
Von dem intensiven Fahrerlebnis und den Fragen geschwächt gingen wir uns dann am Kottbusser Tor mit Köfte und Gözleme stärken. Im Anschluss liefen wir noch über den Wochenmarkt am Maibachufer. Zufrieden und erschöpft brachte ich dann alle wieder nach Hause. Wir waren uns einig: Es war ein toller Nachmittag und Ismail und ich freuen uns schon auf die nächste Woche! Ginge es nach Ismail, würden wir uns direkt auf dem Verkehrsübungsplatz treffen. Das heben wir uns dann aber liebe für seinen 16. Geburtstag auf…
 
Nightingale-Abschiedsfest PDF Drucken E-Mail
Das Nightingale-Abschiedsfest fand am 17.6. im geräumigen Samy-Saal in Moabit statt. Fast alle Tandems verabschiedeten sich nach einem tollen Improvisationsmusical voneinander. In mehreren Szenen stellten die Kinder und StudentInnen einige ihrer Freizeit-Highlights dar. Mehrere Karaoke-Einlagen sorgten für große Begeisterung und Überraschung im Saal. Nach dem Musical verabschiedeten sich die Tandempartner voneinander. Nun ist erst einmal eine Pause verordnet, man wird sehen, ob einige Tandems ihre Beziehung privat noch fortsetzen werden. Jedes Kind erhielt eine Urkunde, die die Teilnahme am Mentoring nachweist.
Der Einsatz der Studierenden wird auf einer weiteren Veranstaltung am Mittwoch, 13.7.2011 an der Freien Universität gewürdigt.
Fotos von der Abschiedsfeier sind hier zu sehen.
 
31. Geschichte der Woche PDF Drucken E-Mail
suadLetztes Treffen: Für unser letztes Treffen vor der Verabschiedungsfeier hatten Suad und ich uns eigentlich vorgenommen, nach Sanssouci zu fahren. Im letzten Moment wollte Suad dann doch lieber auf die Fähre. Ihre Schwester Meryam ist noch nie mit einer Fähre gefahren und hatte gefragt, ob sie mitkommen könnte. Also habe ich die beiden Geschwister am Freitag von der Schule abgeholt und wir sind gemeinsam zum Wannsee gefahren. Dort gab es einen Spielplatz, auf dem wir erst einmal herumgetollt sind, bevor wir dann mit unserer Kamera einige Bilder geschossen haben. Wir haben uns kaputt gelacht, weil Meryam die Kamera falsch herum gehalten hat und ihr eigenes Auge fotografiert hat. Als ich ihr zeigen wollte, wie es funktioniert, habe ich aus Versehen den Reißverschluss meiner Tasche geknipst. Wir haben alle schrecklich gelacht.
Die Fahrt mit der Fähre war für uns alle ein Erlebnis. Es gab viele Segelboote zu sehen und wir hatten Glück mit dem Wetter. In Alt-Kladow haben wir etwas gegessen, uns umgeschaut und dann die Heimreise angetreten. In der Bahn haben wir Malraten gespielt. Jeder hat versucht, etwas ganz langsam zu zeichnen. Wer als erster wusste, was gezeichnet wird, war als nächster an der Reihe. Vom Anhalter Bahnhof wollten wir mit dem Bus nach hause, hatten aber vergessen, dass an diesem Tag sämtliche Linien wegen des Karnevals nicht fuhren. So mussten wir vier Stationen laufen. Meryam war völlig kaputt und Suad ist teilweise stehen geblieben. Aber mit viel Überredung haben wir es dann doch geschafft. Suad und Meryam haben dazu auch noch den Karneval gesehen, wir sind nämlich mitten durch gelaufen. Beide waren fasziniert und für eine halbe Stunde hat sich keiner von beiden beschwert. Bei der Verabschiedung hat Suad gesagt: „Luise, das war heute ein richtig schöner Tag.“
 
30. Geschichte der Woche PDF Drucken E-Mail
janWas zuerst: A wie Autoscooter oder Z wie Zuckerwatte? Wenn es um die Attraktionen auf der Steglitzer Festwochen im Südwesten Berlins geht, wird die Qual zur Wahl!
Diesen  ersten Eindruck hatten mein Mentee Ali, sein kleiner Bruder Görkay und ich als wir am vergangenen Sonntag nach einer halbstündigen Fahrt aus Kreuzberg endlich auf dem Rummelpatz im Bäkepark ankamen. Ali und Görkay haben zunächst ihr Geschick beim Dosenwerfen bewiesen. Nach drei gezielten Würfen auf die Blechdosen konnte Görkay einen aufblasbaren „Sponge Bob“ – Baseballschläger sein Eigen nennen.
Anschließend ging es für uns drei weiter zum „Break Dance“ – so lautete der Name des Fahrgeschäfts, das uns für die nächsten Minuten mit enormer Geschwindigkeit in seine Sitze drückte und uns in der Gondel mit unvorhersehbaren Fahrt- und Richtungsänderungen zum Kreischen brachte. Nach der Fahrt fühlte ich mich wieder so richtig schön zurückversetzt. Seitdem ich das letzte Mal ein Fahrgeschäft dieser Art betreten habe ist nämlich schon etwas Zeit .
Die nächste Haltestelle war das Autoscooter: hierauf hatten sich Ali und Görkay schon sehr gefreut. Nach dem Anlegen der Sicherheitsgurte und dem Einwerfen des Fahrchips konnten endlich auf die Gaspedalen getreten werden: Wilde Verfolgungsjagden, etlichen Zusammenstößen und Drehmanöver machten unseren Nachmittag um einige laute Lacher reicher.
Im Anschluss haben Ali und Görkay Fortuna am Losestand herausgefordert. Das  Glück war auf unserer Seite und die beiden konnten Yo-yos und Freundschaftsarmbänder gewinnen. Die letzte Station war schließlich ein Angelspiel, bei dem es darum ging kleinen Enten die mit Magneten versehen waren aus einem Wasserbecken zu angeln.
Nachdem der Tag schneller verging als uns lieb war, ging es nun wieder zurück nach Kreuzberg, wo Ali und Görkay wohnen. Wir mussten zwar eine Weile auf die S-Bahn warten aber dank dem Merkspiel  „Ich packe meinen Koffer…“ kam an dieser Stelle keine Langeweile auf.
Dies sollte vorerst unser letztes Treffen sein: in der kommenden Woche ist das Nightingale-Projekt zu Ende und wir haben uns mit dem Rummelbesuch nochmal einen kleinen Traum erfüllt. Wir blicken nun auf eine achtmonatige Freundschaft zurück, mit vielen Ausflügen, Erlebnissen, Eindrücken und neuen Perspektiven. Jetzt sind wir auf die nächste Woche gespannt, und freuen uns auf das was sich Alexandra und Florian für das Abschiedsfest ausgedacht haben!
Viele Grüße –Ali, Görkay und Jan
 
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